JUBILÄUM 500 JAHRE TELLSPIELE ALTDORF

Zum Jubiläum 500 Jahre Tellspiele Altdorf führte die Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf auch im Jahr 2012 Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell» auf. Regie führte wie 2008 Volker Hesse. Somit wurde ein Stoff auf die Bühne des Tellspielhauses gebracht, der erstmals um 1512 in Altdorf dramatisiert wurde und als ältestes politisches Drama deutscher Sprache gilt. Die Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf feierte die 500-jährige Geschichte des Stücks mit verschiedenen Aktionen in den Bereichen Literatur und Theater. 

Kernthema des Projektes war die Interpretation des Begriffes «Freiheit». Das Konzept sah vier Kernprojekte vor. Zwei davon waren eng mit der Tellspiel-Tradition in Altdorf verbunden. Zwei Projekte schlugen eine Brücke zum Ausland, in Regionen, wo der Kampf um Freiheit des Individuums Alltag ist und demokratische Strukturen nicht gefestigt oder verletzlich sind. 

Inszenierung Volker Hesse

MYTHENTAUSCH TELL/ZAHHAK

Diese Inszenierung der Schweizer Theatergruppe 

Mass & Fieber und der Teheraner Theatergruppe Don Quixote sah vor, dass sich beide Gruppen mit den Freiheitskämpfer-Epen der jeweils anderen Kultur auseinandersetzten und sie in theatralischer Form zur Aufführung brachten. Dem Publikum sollte die eigene und vermutlich auch recht eigenwillige Darstellung der Geschichten von Revolution und Identitätsstiftung einer fremden Kultur dargeboten werden.

WRITER IN RESIDENCE: PAULINA CHIZIANE

Bereits im 2011 begann das erste Projekt im Hinblick auf den Jubiläumssommer 2012. Die Gastautorin Paulina Chiziane aus Mosambik weilte für drei Monate in Altdorf und setzte sich mit dem eidgenössischen Freiheitsmythos auseinander.

Im Auftrag der Tellspiel- und Theatergesellschaft sollte sie aus dieser Auseinandersetzung ein aktuelles Theaterstück schreiben. Dieses Stück wollte die Tellspielgesellschaft 2012 oder 2013 an einer Schweizer Stadtbühne inszenieren lassen.

Leider kämpfte Paulina Chiziane über lange Zeit mit schweren gesundheitlichen Problemen. Es war ihr nicht möglich, wie vereinbart einen ausgefeilten Text zu liefern. Die Tellspiel- und Theatergesellschaft musste leider das Projekt abbrechen.

Beitrag Art-TV
Beitrag NZZ

500 Jahre

Tellspiele Altdorf

© Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf, Postfach 907, 6460 Altdorf

tell knieen klein ausgeschnitten.png

EIN HÜPSCH SPYL

Als weiterer Eckpunkt stand die Neuinszenierung der Ur-Fassung von «Wilhelm Tell» durch die Marionettenbühne Gelb-Schwarz im Kalender. Unter der Leitung des bekannten Hörspielregisseurs Buschi Luginbühl inszenierte die Marionettenbühne den Vorgänger von Schillers Tell neu.

Website Marionettenbühne Gelb-Schwarz


Ein hüpsch Spyl gehalten zu Ury in der Eydgnoschafft... (Originaldruck in der Universitätsbibliothek Basel)

TELL-SONDERBRIEFMARKE ZUM JUBILÄUM

Monika Mattmann, Post-Mitarbeiterin in Altdorf, präsentiert die Tell-Sondermarke und das Stempelklischee der Tellspiele Altdorf.

Mit diesem Stempelklischee wird in den Spieljahren die Briefpost in Altdorf abgestempelt.

Am 9. Mai 2012 kam die Sondermarke der Post zum historischen Jubiläum „500 Jahre Tellspiele Altdorf“ offiziell in den Verkauf. Die Marke hatte einen Frankaturwert von Fr. 1.00. Gleichzeitig erschien eine Sondermarke mit dem gleichen Frankaturwert zum 100-Jahr Jubiläum der Tell-Freilichtspiele Interlaken.

Gleichzeitig mit der Sondermarke kam ab dem 9. Mai 2012 bis Ende Jahr auch ein neu geschaffenes Stempelklischee für die Tellspiele Altdorf zum Einsatz. In Altdorf während den Schalteröffnungszeiten in den Briefkasten eingeworfene oder am Schalter abgegebene, maschinenfähige Briefe wurden damit abgestempelt. Das Klischee kann auch in kommenden Tellspielsaisons wieder eingesetzt werden.

Monika Mattmann, Post-Mitarbeiterin in Altdorf, präsentiert die Tell-Sondermarke und das Stempelklischee der Tellspiele Altdorf.

Mit diesem Stempelklischee wird in den Spieljahren die Briefpost in Altdorf abgestempelt.

SONDERAUSSTELLUNGEN TELL

Das Tellmuseum in Bürglen (www.tellmuseum.ch) und das historische Museum in Altdorf (www.hvu.ch) gestalteten Sonderausstellungen.