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Sich wehren für Freiheit und Gerechtigkeit - oder Rache?

Anhand einiger ausgewählter Gräueltaten wird im Stück aufgezeigt, wie das Volk unterdrückt wird. Der Mord von Baumgarten an Wolfenschiessen nach der versuchten Schändung, der Bau der Zwing Uri und der Tod des Schieferdeckers, die Blendung von Vater Melchtal führen brutal vor Augen, dass die Zukunft düster aussehen wird für die alten Eidgenossen. Dies führt dazu, dass Unterwalden, Uri und Schwyz zusammenrücken und ihren Bund erneuern. Sie schieben aber eine Befreiung von der Knechtschaft hinaus, um möglichst wenig Blut zu vergiessen. Wie oben beschrieben, wehrt sich Tell. – Oder ist es Rache an Gessler, der das Äusserste von ihm verlangt?

Dies führt geradewegs zur Frage: Wann wehrt man sich und wann rächt man sich. Wo ist die Grenze zwischen Aufstand, um Gerechtigkeit wiederherzustellen, und Rache? Und was zieht welche Konsequenzen nach sich? Diese auch im 21. Jahrhundert hochbrisante Frage wird als Leitthema durch die Inszenierung führen.
Das Drama beleuchtet einerseits die politische Situation, die Grosswetterlage der damaligen Zeit, aber die eigentliche Dramatik des Textes wird über dramatische persönliche Situationen der Hauptfiguren aufrechterhalten, mit denen sich ein Publikum identifizieren kann. Diese Identifikation macht eine Geschichte emotional erlebbar und die Zuschauenden können sich vom Schicksal der Protagonisten berühren lassen.

Die Laienspielerinnen und Laienspieler aus dem Kanton Uri werden im Zentrum der Inszenierung stehen. Ihre Begeisterung und ihr Einsatz ermöglichen erst, dass «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller immer wieder aufgeführt werden kann. Gemeinsam mit dem organisatorischen und dem künstlerischen Team werden wir unsere Visionen umsetzen und dem Publikum ein Erlebnis ermöglichen, das alle Sinne ansprechen wird und in Erinnerung bleibt.

Annette Windlin, 2018

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