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Die Tellskapelle

Die Tellskapelle

Schrie ich den Knechten, handlich zuzugehn,
Bis daß wir vor die Felsenplatte kämen,
Dort, rief ich, sei das Ärgste überstanden
Und als wir sie frischrudernd bald erreicht,
Fleh ich die Gnade Gottes an und drücke,
Mit allen Leibeskräften angestemmt,
Den hintern Gransen an die Felswand hin -
Jetzt, schnell mein Schießzeug fassend, schwing ich selbst
Hochspringend auf die Platte mich hinauf,
Und mit gewalt'gem Fußstoß hinter mich
Schleudr' ich das Schifflein in den Schlund der Wasser -
Dort mag's, wie Gott will, auf den Wellen treiben!
So bin ich hier, gerettet aus des Sturms
Gewalt und aus der schlimmeren der Menschen.

Wilhelm Tell im Gespräch mit einem Fischer am Urnersee
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, Vierter Aufzug, Erste Szene

An der Tellsplatte unterhalbs des Axens am Urnersee hatte der Freiheitsheld gemäss der Legende sich mit einem kühnen Sprung aus der Gefangenschaft Gesslers gerettet. Eine Tellskapelle wird 1516 erstmals erwähnt. In den Jahren 1879/80 wird anstelle einer 1590 erbauten eine neue Kapelle erbaut. Die vier grossen Wandgemälde wurden vom Basler Historienmaler Ernst Stückelberg gefertigt.

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