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Blog Tell16

Sie finden alle aktuellen Infos zu Tell16 im Blog der Telespiele www.tell16.ch. Neben kurzen Probenausschnitten, Fotos, Videos und Tonaufnahmen  ewarten Sie Essays und literarischen Kurztexte namhafter Autorinnen und Autoren. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Zur Neuinszenierung 2016

Probeszene mit Kindern
Rütliszene (Probenfoto)

Freiheit beginnt im Kopf: 2016 präsentieren sich die Tellspiele Altdorf als bildgewaltiges Theaterspektakel. Der junge deutsche Regisseur Philipp Becker, der kommende Spielzeit unter anderem am Thalia Theater Hamburg inszenieren wird und sein internationales Team tragen der sagenumwobenen Erzählweise Rechnung und entdecken den Tell auf fantasievolle Weise neu. 80 Spielerinnen und Spieler aller Altersklassen, die erstmals in der Geschichte der Tellspiele durch ein eigenes Festspielorchester unterstützt werden, stellen im Rahmen eines «Festspiel der Freiheit» mit bildgewaltigen Szenen gemeinsam die damals wie heute relevanten Fragen nach Freiheit, Heimat – und erkunden, was einen Menschen zum Helden macht. Ausgehend vom spezifischen Potenzial der Spielerinnen und Spieler entsteht so ein Tell, wie er nur 2016 in Altdorf stattfinden kann. Einen Tell der vielen Helden. Das Gemeinsame ins Zentrum der Arbeit zu stellen ist 2016 angesichts der weltpolitischen Situation aktueller denn je. Eine Herausforderung, die dazu einlädt, sich Schillers Themen aus heutiger Perspektive zu nähern. Wie lässt sich Heimat neu denken? Welche Möglichkeitsräume, welche Freiheiten eröffnen sich? Wo beginnt unsere Freiheit? Wer ist heutzutage ein Held? So ist der Held der diesjährigen Inszenierung nicht Wilhelm Tell, es ist die Gemeinschaft. Sei es als gewaltige Choreographie beim Bau der Zwingburg oder als mehrstimmiger Generationenkonflikt, sei es als Festspielorchester oder als Chor. Auch klassische Geschlechterrollen werden durch die Mehrfachbesetzung in Frage gestellt: Längst sind nicht mehr die Männer allein die Helden. Vielmehr steht ihnen eine Vielzahl an Hedwigs, an Gertruds, an Bertas von Bruneck entgegen und zur Seite. Und nicht zuletzt inszenieren die diesjährigen Tellspiele durch den Fokus auf die Individuen der Spielerinnengemeinschaft den Freiheitsbegriff Schillers wirkmächtig und aktuell, ohne krampfhaft tagespolitische Referenzen zu konstruieren. Das Verhältnis von äußerer zu individueller Ordnung, von Tradition und Fortschritt präsentiert sich als Gesellschaftskonflikt, den die Mitglieder einer Gemeinschaft nur miteinander lösen können. So wird Wilhelm Tell, der titelgebende Protagonist, vom Held zum Vorbild, zum Abbild, das hinter die Frage zurücktritt: Für wen möchten wir ein Held sein?

Mehr:

www.tell16.ch  

Medienstimmen zur Inszenierung

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