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Annette Windlin inszeniert 2020 die Altdorfer Tellspiele

2020 stehen Altdorf und Uri wieder ganz im Zeichen von Schillers Wilhelm Tell. Regie führt Annette Windlin aus Luzern.

Annette Windlin ist 1960 in Küssnacht im Kanton Schwyz geboren. Nach der Dimitrischule absolvierte sie eine klassische Ausbildung zur Schauspielerin und später zur Theaterpädagogin an der Hochschule für Musik und Theater ZHdK in Zürich. Seit mehr als 30 Jahren gestaltet Annette Windlin als Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin und Autorin das Theaterleben der Zentralschweiz mit. Sie war langjähriges Mitglied der Kinder- und Jugendtheatergruppe OND DROM und gründete 1994 ihre eigene Theatertruppe, mit der sie seither zahlreiche Tourneeproduktionen realisiert hat, darunter die Erfolgsproduktion «Einmal noch! – Die Geschichte der Päpstin Johanna» von F.K. Waechter, «Notglück» und «Stosszeit» von Gisela Widmer.

Seit 1985 arbeitet sie freiberuflich als Schauspielerin, Regisseurin, Theaterautorin und als Theaterpädagogin. Sie hat unzählige Projekte mit diversen professionellen Ensembles und Laien-Theatergruppen verwirklicht. Ihre letzten grossen Projekte waren 2013 «BIG BANG! - ein Spektakel» in der alten Zementi Brunnen, 2015 das Freilichtspektakel «MORGARTEN - der Streit geht weiter» anlässlich der 700 Jahr-Feierlichkeiten in Morgarten und 2017 «Stadt der Vögel» für die Luzerner Freilichtspiele. 2008 wurde Annette Windlin mit dem Anerkennungspreis des Kantons Schwyz und 2010 mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet.

Teamarbeit im Zentrum

«Es freut mich sehr, dass wir die Tellspiele 2020 inszenieren dürfen» führt Annette Windlin aus. «Schillers Drama ist zeitlos, wir wollen es ernst nehmen und uns mit den Fragen auseinandersetzen, die sich für die Gegenwart und Zukunft stellen.» Das «wir» ist für Anette Windlin zentral: «Ich bin ein Team-Mensch. In meiner Arbeit ist die Teamarbeit sehr wichtig, die Produkte wachsen in der Zusammenarbeit mit dem Team.»  Im Team übernimmt der Urner Matteo Schenardi die Regieassistenz. Dominique Müller ist zuständig für die Dramaturgie, Ruth Mächler für die Ausstattung, Valentina-Maria Mächler für die Videokunst, Lukas Schmocker leitet die Choreografie. «Musik wird in der Inszenierung eine Rolle spielen. Dafür sorgen Christian Wallner (Gitarre), Carlo Gamma (Saxophon) sowie Fränggi Gehrig (Akkordeon).» 

Erfolgreicher Abschluss der Neuinsznierung der Tellspiele Altdorf 2016

Mit der Dernière vom Samstag, 22. Oktober 2016, ging die diesjährige Spielsaison der Altdorfer Tellspiele zu Ende. Die Verantwortlichen ziehen künstlerisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich eine positive Bilanz. Die Inszenierung von Regisseur Philipp Becker und seinem Team wurde in lokalen, regionalen, nationalen und teils internationalen Medien besprochen. In allen massgeblichen grösseren Zeitungen der Schweiz waren die Tellspiele ein Thema. Auch so renommierte Webportale wie www.nachtkritik.de haben die Neuinszenierung von Philipp Becker besprochen und vielschichtige Kritiken angebracht. Äusserst positiv wurden immer wieder das Bühnenbild, die Kostüme, die Chordarbietungen und die Musik des erstmals eingesetzten Festspielorchesters (MG Schattdorf verstärkt) erwähnt. Generell attestierten die Kritiker den Altdorfer Tellspielen 2016 immer wieder Positives hinsichtlich Einfallsreichtum der zupackenden Frische der Inszenierung und der hohen optischen Präsenz der Spielerinnen und Spieler. Auch das viele Wasser auf der Bühne brachte viele Gäste zum Staunen. An jeder der 26 Aufführungen waren jeweils weit über 100 Personen beteiligt. Die Stimmung im Ensemble war ausgezeichnet. Die Inszenierung 2016 war sehr aufwendig und forderte Spielerinnen und Spieler sowie das Bühnenteam. Diese meisterten ihre Aufgabe jedoch ohne grosse Probleme. Ensemble und Orchester haben es verstanden, die Leidenschaft am Schauspiel und am Tellstück auf das Publikum zu übertragen. Die Zuschauerauslastung liegt bei rund 70 Prozent, was den budgetierten Ticketeinnahmen entspricht. Die Tellspiele Altdorf finden in der Regel im Vierjahresturnus statt. An der Generalversammlung der Tellspielgesellschaft im kommenden Frühjahr wird über den definitiven Abschluss der Saison informiert. 

Zur Neuinszenierung 2016

Probeszene mit Kindern
Rütliszene (Probenfoto)

Freiheit beginnt im Kopf: 2016 präsentieren sich die Tellspiele Altdorf als bildgewaltiges Theaterspektakel. Der junge deutsche Regisseur Philipp Becker, der kommende Spielzeit unter anderem am Thalia Theater Hamburg inszenieren wird und sein internationales Team tragen der sagenumwobenen Erzählweise Rechnung und entdecken den Tell auf fantasievolle Weise neu. 80 Spielerinnen und Spieler aller Altersklassen, die erstmals in der Geschichte der Tellspiele durch ein eigenes Festspielorchester unterstützt werden, stellen im Rahmen eines «Festspiel der Freiheit» mit bildgewaltigen Szenen gemeinsam die damals wie heute relevanten Fragen nach Freiheit, Heimat – und erkunden, was einen Menschen zum Helden macht. Ausgehend vom spezifischen Potenzial der Spielerinnen und Spieler entsteht so ein Tell, wie er nur 2016 in Altdorf stattfinden kann. Einen Tell der vielen Helden. Das Gemeinsame ins Zentrum der Arbeit zu stellen ist 2016 angesichts der weltpolitischen Situation aktueller denn je. Eine Herausforderung, die dazu einlädt, sich Schillers Themen aus heutiger Perspektive zu nähern. Wie lässt sich Heimat neu denken? Welche Möglichkeitsräume, welche Freiheiten eröffnen sich? Wo beginnt unsere Freiheit? Wer ist heutzutage ein Held? So ist der Held der diesjährigen Inszenierung nicht Wilhelm Tell, es ist die Gemeinschaft. Sei es als gewaltige Choreographie beim Bau der Zwingburg oder als mehrstimmiger Generationenkonflikt, sei es als Festspielorchester oder als Chor. Auch klassische Geschlechterrollen werden durch die Mehrfachbesetzung in Frage gestellt: Längst sind nicht mehr die Männer allein die Helden. Vielmehr steht ihnen eine Vielzahl an Hedwigs, an Gertruds, an Bertas von Bruneck entgegen und zur Seite. Und nicht zuletzt inszenieren die diesjährigen Tellspiele durch den Fokus auf die Individuen der Spielerinnengemeinschaft den Freiheitsbegriff Schillers wirkmächtig und aktuell, ohne krampfhaft tagespolitische Referenzen zu konstruieren. Das Verhältnis von äußerer zu individueller Ordnung, von Tradition und Fortschritt präsentiert sich als Gesellschaftskonflikt, den die Mitglieder einer Gemeinschaft nur miteinander lösen können. So wird Wilhelm Tell, der titelgebende Protagonist, vom Held zum Vorbild, zum Abbild, das hinter die Frage zurücktritt: Für wen möchten wir ein Held sein?

Mehr:

www.tell16.ch  

Medienstimmen zur Inszenierung

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